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Kohlenstoff,
das vielfältigste Element des Periodensystems

 

Kohlenstoff ist das vielfältigste Element des Periodensystems und die Basis allen Lebens auf unserem Planeten. Roger Morrison hat die Materia medica um die ausführliche Beschreibung von 200 Arzneien der Kohlenstoffverbindungen bereichert, die von elementarer Wichtigkeit sind, auch wenn manche von ihnen noch keine Arzneimittelprüfung im klassischen Sinne durchlaufen haben.

Eine Rezension von Ilka Jessen-Tietgen


Kohlenstoff ist das fruchtbarste Element überhaupt und findet sich in mehr Molekülen als alle anderen chemischen Elemente zusammengenommen. Überdies ist Kohlenstoff die Grundlage einiger unserer ältesten und am besten geprüften homöopathischen Arzneien. Trotz der überwältigenden Bedeutung dieses Elements besitzen wohl die meisten Homöopathen geringere Kenntnisse über die Kohlenstoffarzneien als über irgendeines der anderen bekannten Elemente.


Kohlenstoff

Nach Richard Buckminister Fuller (1895-1983) wurde die dritte bekannte elementare Midifikation des Kohlenstoffs benannt. Die Fullereme erinnern in ihrer chemischen Struktur an die Kuppelbauten des Architekten Fuller.

© Wikipedia / Eberhard von Nellenburg

Roger Morrison, der über umfangreiche Kenntnisse in der Chemie verfügt, erforschte zur Erstellung seines Werks in ungeheurer Fleißarbeit und mit der gewissenhaften Gründlichkeit, für die er so bekannt ist, fünf Jahre lang alle Aspekte der Kohlenstoffarzneien.
Die amerikanische Originalausgabe von „Carbon“ umfasst 840 Seiten geballte Information; der deutsche Verleger entschied sich, die Übersetzung dieser monumentalen Monographie ins Deutsche in drei Bänden zu veröffentlichen, deren erster Teil nun vorliegt. Der erste Abschnitt des Werkes ist der Natur der Kohlenstoffarzneien gewidmet und zeigt die grundlegenden geistigen, allgemeinen und körperlichen Charakteristika, die allen Patienten gemeinsam sind, welche diese Arzneien benötigen. Studiert der Homöopath diesen Abschnitt, kann er mit Leichtigkeit Patienten erkennen, die eine Kohlenstoffarznei benötigen.

Im zweiten Teil des Buches folgt eine gründliche Arzneimittellehre der ersten 41 Arzneien der insgesamt fast 200 Kohlenstoffmittel, die gegenwärtig Bestandteil der homöopathischen Pharmakopoen sind (die übrigen ca. 160 Arzneien werden Inhalt der beiden Folgebände sein). Die Materia medica umfasst das Wissen der gesamten homöopathischen Literatur sowie detaillierte toxikologische Informationen. Teil dieser Materia medica ist die Synthese des Autors aufgrund seines einzigartigen Verständnisses einer jeden Arznei.

Er gibt einen Überblick über die Themen, die für die Arznei typisch sind und ordnet im bewährten Kopf-zu-Fuß-Schema die Symptome/ Rubriken, beginnend mit den Gemüts-und Allgemeinsymptomen. Die Symptomübersicht schließt ab mit den klinischen Indikationen und der miasmatischen Zuordnung des Mittels im Sinne Sankarans. Eindrucksvolle Fallbeispiele, soweit für eine Arznei verfügbar, zeigen Patienten und ihre Indikationen für das angezeigte Heilmittel.


Zu den vorgestellten Arzneien der Kohlenstoffverbindungen zählen ebenso weitgehend unbekannte Arzneien (wie etwa Benzinum nitricum oder Methanal) wie auch gebräuchlichere Mittel (etwa Carboneum sulfuratum oder Saccharum album). Für jede Arznei gibt der Autor eine Einleitung, in der Wissenswertes zur Geschichte, ihre Relevanz für das menschliche Leben und Informationen zur chemischen Struktur.

Der letzte Abschnitt des Originalwerks (den wir leider erst in Band 3 vorliegen haben werden) liefert Einsichten zu den verschiedenen Unterkategorien der organischen Verbindungen. Ziel dieses Abschnitts ist es, dem Homöopathen Mechanismen und Strategien an die Hand zu geben, mit deren Hilfe er die vielen Kohlenstoffarzneien differenzieren kann. Die sorgfältige Analyse der Prüfungen und der geheilten Fälle in diesem Buchabschnitt macht es möglich, zwischen den organischen chemischen Kategorien leicht zu unterscheiden. Auch ein Homöopath, der keinerlei Kenntnisse der organischen Chemie besitzt, kann diese Kategorien deshalb mühelos verstehen.

Ziel des Gesamtwerks ist es, diese bislang geheimnisvolle und leider viel zu selten verordnete Gruppe von Arzneien verständlich zu machen, um sie in der täglichen Praxis erfolgreich einsetzen zu können. Bleibt zu hoffen, dass die Veröffentlichung der deutschen Ausgabe der beiden Folgebände dieses ausgezeichneten Grundlagenwerks nicht lange auf sich warten lassen wird.

 

 

 

 
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